Jahresprogramm 2022

VORTRÄGE, FÜHRUNGEN UND STUDIENFAHRTEN


Die Poster-Jagd nach Gerhardus Ducator geht weiter!

„Gerhardus Ducator“ – interDuck

Die zur Zeit im Kultur- und Stadthistorischen Museum zu sehende Ausstellung DUCKOMENTA® zeigt, dass Enten auch Leben und Werk des großen Kosmographen Gerhard Mercator beeinflusst haben. Erkennbar etwa an den recht eigenartigen „Globen“, die im Rahmen der Sonderausstellung zurzeit in Duisburg zu sehen sind, erkennbar aber auch am großformatigen Portrait des „Gerhardus Ducator“, das dem Gelehrten aus dem 16. Jahrhundert ziemlich ähnlich sieht – wäre da nicht dieser Schnabel…

Wer Gerhardus Ducator gern zuhause hätte, hat derzeit die Gelegenheit, bei der „Poster-Jagd“ mitzumachen: Einfach an der Kasse den Fragen-Zettel erhalten, alles richtig beantworten und als Preis ein kostenloses Ausstellungsplakat mitnehmen! Nur solange der Vorrat reicht!


Sonntag, 19. März 2023, 12-16 Uhr – Vortrag und Bustour
(Zeit)Reise in das Duisburg der Wirtschaftswunderzeit
Einführender Bildvortrag im Archiv (mit Kaffee und Kuchen) und anschließende Busfahrt durch Duisburg

Zwischen den 1950er- und dem Anfang der 1970er-Jahren erlebte die Wirtschaft der jungen Bundesrepublik einen rapiden Aufschwung. Die Zeit des sogenannten „Wirtschaftswunders“ war geprägt von allgemeinem Wohlstand und Vollbeschäftigung. Marshall-Plan und Währungsreform stabilisierten die deutsche Wirtschaft, die mit niedrigen Löhnen und einer unterbewerteten Währung besonders vom Boom des Korea-Krieges profitierte. Das galt im besonderen Maße auch für die Montanindustrie des Ruhrgebiets. Innerhalb von zehn Jahren verdoppelten sich Produktion und Umsatz der Eisen- und Stahlindustrie. Die Konjunktur spülte Geld in die öffentlichen Haushalte: Die Gewerbesteuereinnahmen in Duisburg verzehnfachten sich zwischen 1950 und 1962; im gleichen Zeitraum verdreifachte sich in etwa das Volumen des städtischen Haushalts. Auf diese Weise entstanden finanzielle Spielräume für bauliche Großprojekte wie die Berliner Brücke, die Mercator-Halle oder den Kuhtordurchbruch.

Das Stadtarchiv lädt in Kooperation mit der Mercator-Gesellschaft zu einer Zeitreise in das Duisburg des Wirtschaftswunders ein und begibt sich auf die lokalen Spuren dieser spannenden Epoche. Nach einem einführenden historischen Bildvortrag in den Räumlichkeiten des Archivs werden wir mit einem Bus eine Rundfahrt durch verschiedene Duisburger Stadtteile unternehmen. Angefahren werden dabei ikonische Orte der Wirtschaftswunderzeit wie das Stadtkerngebiet von Rheinhausen, die Sechs-Seen-Platte oder die Neubauten in Neumühl, die Ende der 1960er-Jahre nach der dortigen Flächensanierung entstanden sind.

Die Teilnehmer*innenzahl für Vortrag und Exkursion ist begrenzt. Eine Anmeldung unter 0203/2832154 oder unter stadtarchiv@stadt-duisburg.de ist erforderlich; eine Rückmeldung erfolgt zeitnah. Für die Teilnahme wird am Veranstaltungstag vor Ort ein Unkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben.

Treffpunkt: DenkStätte des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie im Gebäude des Stadtarchivs, Karmelplatz 5 in 47051 Duisburg.