Jahresprogramm 2020

VORTRÄGE UND STUDIENFAHRTEN


MITTWOCH, 11. MÄRZ 2020, 19 UHR
VORTRAG DR. PETER ARNOLD HEUSER
GERHARD MERCATOR (1512–1594) UND JEAN MATAL (UM 1517–1597). FACETTEN EINER BEZIEHUNG

Der Referent Dr. Peter Arnold Heuser von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gilt als Experte für die humanistischen Netzwerke des 16. Jahrhunderts. Bereits 2003 publizierte er über Jean Matal die Monographie „Humanistischer Jurist und europäischer Friedensdenker“. Es war dieser Matal, der für Mercators „Chronologia“ (1569) und den „Atlas“ (1595) Gedichte verfasste, in denen er das Lebenswerk des Gelehrten fachkundig würdigte. Die beiden Männer waren nicht nur befreundet, sondern hatten durch ihre Projekte vielfältige interdisziplinäre Berührungspunkte.

Anschließend:
Jahreshauptversammlung der Mercator-Gesellschaft

Gerhard Mercator: Atlas, 1596. Unten rechts Epitaph von Jean Matal (lat. Metellus)

SAMSTAG, 25. APRIL 2020, 14 UHR
FAHRT ZUM LVR NIEDERRHEINMUSEUM WESEL

Das Niederrheinmuseum Wesel befindet sich in der historischen Zitadelle der ehemaligen Festung Wesel, im früheren Körnermagazin, einem Getreidespeicher aus den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. In den Kellern der Zitadelle befinden sich noch die  alten Gewölbestrukturen. Die beiden Obergeschosse sind nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verändert wieder aufgebaut und nach der letzten Renovierung des Museums nochmals für die Ausstellung angepasst worden.

Bei einer Führung werden wir Wesel und die „Niederrheinlande“ kennenlernen.
Anschließend stärken wir uns in der museumseigenen Cafeteria mit Kaffee und Kuchen.

Wesels Markt im 16. Jh. Bild: LVR-Niederrheinmuseum Wesel/Dießenbacher

SAMSTAG, 6. JUNI 2020, 15 UHR
VON DER LANDBÜRGERMEISTEREI HAMBORN
ZUM GRÖSSTEN DORF PREUSSENS

Vor 120 Jahren, exakt am 1. Januar 1900, wurde Hamborn zur eigenen Landbürgermeisterei erhoben. 11 Jahre später erlangte Hamborn Stadtrechte. Jörg Weißmann, Beiratsmitglied der Mercator-Gesellschaft und Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V., führt die Teilnehmer von der Abtei Hamborn zum Rathaus Hamborn.

Die Rolle der Prämonstratenser für die Stadtgeschichte, die
Entstehung des Bürgertums, aber auch die Radikalisierung der
Arbeiterschaft werden bei der etwa zweistündigen Führung erläutert und anhand historischer Abbildungen anschaulich.

Abtei Hamborn, Foto: Chris06

SAMSTAG, 29. AUGUST 2020, 9 UHR
ROTTERDAM – SCHIFFFAHRTSMUSEUM UND HAFEN

Rotterdam ist als die Handelsstadt mit dem größten
Seehafen Europas bekannt. Wir besuchen das „Maritiem Museum“ am Leuvehaven mit seiner außergewöhnlichen Architektur und einer Ausstellungskonzeption, die viele Diskussionen hervorgerufen hat. Hier wird u.a. eine Mercator-Weltkarte in Buchform gebunden aufbewahrt.

Mittagessen ist in der „Markthalle“ geplant, einem modernen architektonischen Meisterwerk. Anschließend werden wir uns einen Eindruck vom Rotterdamer Hafen im Rhein-Maas-Mündungsdelta verschaffen, der weit mehr Güterumschlag hat als die Hafenanlagen von Antwerpen und Hamburg.

Rotterdam, Foto: Mlefter

SAMSTAG, 24. OKTOBER 2020, 13 UHR
FAHRT ZUM RAUTENSTRAUCH-JOEST-MUSEUM KÖLN

Auf Einladung der Museumsgesellschaft besuchen wir das renommierte Völkerkundemuseum der Stadt Köln. Wohnen, Glaube, Identität sind die zentralen Themen der 2010 eröffneten Dauerausstellung; es sind Themen, die alle Menschen auf dieser Erde bewegen und verbinden.

Im Jubiläumsjahr 2020 sind neue Fragestellungen in die Dauerausstellung eingeflossen. Davon berichtet uns auch Dr. Oliver Lueb, stellvertretender Direktor des Museums, in seinem Vortrag am 1. Advent (s. u.).

„Vielfalt des Glaubens“ im Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Raimond Spekking

SONNTAG, 29. NOVEMBER, 15 UHR
ADVENTSVERANSTALTUNG MIT VORTRAG

Zehn Jahre „Kulturen der Welt in Köln“ — und es geht weiter! Im Oktober 2020 jährt sich die Neueröffnung des größten ethnologischen Museums NRWs am Neumarkt in Köln zum zehnten Mal. Die mehrfach preisgekrönte Dauerausstellung galt lange Zeit als maßstabsetzend. Im Umfeld neuer gesellschaftspolitischer Debatten, insbesondere um Zuwanderung und Teilhabe, stellt sich das Museum neu auf.

Der Referent Dr. Oliver Lueb, stellvertretender Direktor und Ozeanienkurator des Rautenstrauch-Joest-Museums, gibt einen Einblick hinter die Kulissen
und in die jüngsten Entwicklungen des Hauses.

„ZwischenWelten“ im Ratenstrauch-Joest-Museum, Foto: Raimond Spekking

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