Jahresprogramm 2020

VORTRÄGE, FÜHRUNGEN UND STUDIENFAHRTEN

Leider müssen in diesem Jahr viele unserer Veranstaltungen wegen der Corona-Epidemie abgesagt werden. Dies betrifft insbesondere die geplanten Vorträge und Ausflüge. Führungen hingegen sind gegenwärtig unter gewissen Auflagen möglich. So kann etwa immer nur eine bestimmte Anzahl an Personen an den Veranstaltungen teilnehmen. Eine namentliche Anmeldung an der jeweils angegebenen Stelle ist daher unbedingt notwendig. Während der Rundgänge müssen die geltenden Sicherheitsregeln eingehalten werden.



NÄCHSTE VERANSTALTUNG:

SAMSTAG, 22. AUGUST 2020, 14 UHR
GERHARD MERCATOR – ERINNERUNGSORTE IN DUISBURG
Rundgang mit „Mercators Nachbarn“

Umrisse der alten Markthalle; im Hintergrund Salvatorkirche und Rathaus. Bild: Hoger

Duisburg verfügt im alten Stadtkern über einige historisch interessante Orte, die an Gerhard Mercator erinnern.

Der Rundgang mit Harald Küst und Werner Pöhling beginnt am Mercatorbrunnen vor dem Rathaus. Auf dem Alten Markt betrachten wir die Fundamente der Markthalle, in der einige Zeit die Schule untergebracht war. In der Salvatorkirche wurde Mercator 1594 bestattet, wegen Corona können wir das Epitaph zu seinem Gedenken leider nicht besuchen. In der Mercator-Schatzkammer bewahrt das Stadtmuseum herausragende Werke des berühmten Kartografen auf. Über die Niederstraße geht es zum Standort des Mercatorhauses, das bald als Ort der Forschung und Bildung neu erbaut wird.

Treffpunkt: Mercatorbrunnen vor dem Rathaus

Anmeldung per Mail: ortsbegehungen@t-online.de
Zur Homepage von „Mercators Nachbarn“



MITTWOCH, 11. MÄRZ 2020, 19 UHR
VORTRAG DR. PETER ARNOLD HEUSER
GERHARD MERCATOR (1512–1594) UND JEAN MATAL (UM 1517–1597). FACETTEN EINER BEZIEHUNG

Der Referent Dr. Peter Arnold Heuser von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gilt als Experte für die humanistischen Netzwerke des 16. Jahrhunderts. Bereits 2003 publizierte er über Jean Matal die Monographie „Humanistischer Jurist und europäischer Friedensdenker“. Es war dieser Matal, der für Mercators „Chronologia“ (1569) und den „Atlas“ (1595) Gedichte verfasste, in denen er das Lebenswerk des Gelehrten fachkundig würdigte. Die beiden Männer waren nicht nur befreundet, sondern hatten durch ihre Projekte vielfältige interdisziplinäre Berührungspunkte.

Anschließend:
Jahreshauptversammlung der Mercator-Gesellschaft

Gerhard Mercator: Atlas, 1596. Unten rechts Epitaph von Jean Matal (lat. Metellus)

SAMSTAG, 25. APRIL 2020, 14 UHR
FAHRT ZUM LVR NIEDERRHEINMUSEUM WESEL

Das Niederrheinmuseum Wesel befindet sich in der historischen Zitadelle der ehemaligen Festung Wesel, im früheren Körnermagazin, einem Getreidespeicher aus den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. In den Kellern der Zitadelle befinden sich noch die  alten Gewölbestrukturen. Die beiden Obergeschosse sind nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verändert wieder aufgebaut und nach der letzten Renovierung des Museums nochmals für die Ausstellung angepasst worden.

Bei einer Führung werden wir Wesel und die „Niederrheinlande“ kennenlernen.
Anschließend stärken wir uns in der museumseigenen Cafeteria mit Kaffee und Kuchen.

Wesels Markt im 16. Jh. Bild: LVR-Niederrheinmuseum Wesel/Dießenbacher

SAMSTAG, 6. JUNI 2020, 15 UHR
VON DER LANDBÜRGERMEISTEREI HAMBORN ZUM GRÖSSTEN DORF PREUSSENS

Vor 120 Jahren, exakt am 1. Januar 1900, wurde Hamborn zur eigenen Landbürgermeisterei erhoben. 11 Jahre später erlangte Hamborn Stadtrechte. Jörg Weißmann, Beiratsmitglied der Mercator-Gesellschaft und Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V., führt die Teilnehmer von der Abtei Hamborn zum Rathaus Hamborn.

Die Rolle der Prämonstratenser für die Stadtgeschichte, die
Entstehung des Bürgertums, aber auch die Radikalisierung der
Arbeiterschaft werden bei der etwa zweistündigen Führung erläutert und anhand historischer Abbildungen anschaulich.

Abtei Hamborn, Foto: Chris06

SAMSTAG, 22. AUGUST 2020, 14 UHR
GERHARD MERCATOR – ERINNERUNGSORTE IN DUISBURG
Rundgang mit „Mercators Nachbarn“

Umrisse der alten Markthalle; im Hintergrund Salvatorkirche und Rathaus. Bild: Hoger

Duisburg verfügt im alten Stadtkern über einige historisch interessante Orte, die an Gerhard Mercator erinnern.

Der Rundgang mit Harald Küst und Werner Pöhling beginnt am Mercatorbrunnen vor dem Rathaus. Auf dem Alten Markt betrachten wir die Fundamente der Markthalle, in der einige Zeit die Schule untergebracht war. In der Salvatorkirche wurde Mercator 1594 bestattet, wegen Corona können wir das Epitaph zu seinem Gedenken leider nicht besuchen. In der Mercator-Schatzkammer bewahrt das Stadtmuseum herausragende Werke des berühmten Kartografen auf. Über die Niederstraße geht es zum Standort des Mercatorhauses, das bald als Ort der Forschung und Bildung neu erbaut wird.

Treffpunkt: Mercatorbrunnen vor dem Rathaus

Anmeldung per Mail: ortsbegehungen@t-online.de
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SAMSTAG, 29. AUGUST 2020, 9 UHR
ROTTERDAM – SCHIFFFAHRTSMUSEUM UND HAFEN

Rotterdam ist als die Handelsstadt mit dem größten
Seehafen Europas bekannt. Wir besuchen das „Maritiem Museum“ am Leuvehaven mit seiner außergewöhnlichen Architektur und einer Ausstellungskonzeption, die viele Diskussionen hervorgerufen hat. Hier wird u.a. eine Mercator-Weltkarte in Buchform gebunden aufbewahrt.

Mittagessen ist in der „Markthalle“ geplant, einem modernen architektonischen Meisterwerk. Anschließend werden wir uns einen Eindruck vom Rotterdamer Hafen im Rhein-Maas-Mündungsdelta verschaffen, der weit mehr Güterumschlag hat als die Hafenanlagen von Antwerpen und Hamburg.

Rotterdam, Foto: Mlefter

SAMSTAG, 5. SEPTEMBER 2020, 14 UHR
SAGEN UND LEGENDEN AUS DEM DUISBURGER WALD
Rundgang mit „Mercators Nachbarn“

Um den Heiligen Brunnen im Duisburger Wald ranken sich zahlreiche Legenden. Foto: Andrea Gropp


Waldspaziergang mit Dr. Andrea Gropp, Roland Wolf und Harald Küst

In alten Geschichten über den Duisburger Wald vermischt sich Sagenhaftes mit Historischem: Man glaubte, dass hier Zwerge und Quellgeister hausten, aber im Wald fanden auch Verbrecher und Verfolgte Zuflucht. So trieb bis zu seiner Gefangennahme etwa der „Fetzer“, ein berüchtigter Räuber, auch im Duisburger Wald sein Unwesen.

Treffpunkt: Kammerstraße 233, Eingang TuRa 88, 47057 Duisburg

Anmeldung an der Museumskasse unter 0203 283 2640
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SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 2020, 14 UHR
SALVATOR MUNDI-VEREHRUNG IM ALTEN DUISBURG
Rundgang mit „Mercators Nachbarn“

Kleiner Stadtrundgang mit Roland Wolf, Jonas Krüning und Werner Pöhling

Die Verehrung des Salvator Mundi in Duisburg ist viel älter als die heutige gotische Salvatorkirche. Wo liegen die historischen Wurzeln des Kults, welche Wundertaten schrieb man der Salvator-Statue zu und was geschah mit der Figur in der Reformationszeit? Wie war das Verhältnis der Kirche zur Stadt Duisburg, die den „Erlöser der Welt“ auf ihrem Siegel trug?

Treffpunkt: Mercatorbrunnen vor dem Rathaus

Anmeldung per Mail: ortsbegehungen@t-online.de
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Duisburger Stadtsiegel an einer Urkunde von 1546, Stadtarchiv Duisburg

SAMSTAG, 24. OKTOBER 2020, 13 UHR
FAHRT ZUM RAUTENSTRAUCH-JOEST-MUSEUM KÖLN

Auf Einladung der Museumsgesellschaft besuchen wir das renommierte Völkerkundemuseum der Stadt Köln. Wohnen, Glaube, Identität sind die zentralen Themen der 2010 eröffneten Dauerausstellung; es sind Themen, die alle Menschen auf dieser Erde bewegen und verbinden.

Im Jubiläumsjahr 2020 sind neue Fragestellungen in die Dauerausstellung eingeflossen. Davon berichtet uns auch Dr. Oliver Lueb, stellvertretender Direktor des Museums, in seinem Vortrag am 1. Advent (s. u.).

„Vielfalt des Glaubens“ im Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Raimond Spekking

SONNTAG, 29. NOVEMBER, 15 UHR
ADVENTSVERANSTALTUNG MIT VORTRAG

Zehn Jahre „Kulturen der Welt in Köln“ — und es geht weiter! Im Oktober 2020 jährt sich die Neueröffnung des größten ethnologischen Museums NRWs am Neumarkt in Köln zum zehnten Mal. Die mehrfach preisgekrönte Dauerausstellung galt lange Zeit als maßstabsetzend. Im Umfeld neuer gesellschaftspolitischer Debatten, insbesondere um Zuwanderung und Teilhabe, stellt sich das Museum neu auf.

Der Referent Dr. Oliver Lueb, stellvertretender Direktor und Ozeanienkurator des Rautenstrauch-Joest-Museums, gibt einen Einblick hinter die Kulissen
und in die jüngsten Entwicklungen des Hauses.

„ZwischenWelten“ im Ratenstrauch-Joest-Museum, Foto: Raimond Spekking

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