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Gerhard Mercator, geboren 1512 in Flandern, gestorben
1594 in Duisburg, ist der Namenspatron der Mercator-Gesellschaft Duisburg e. V.
Der große Geograph, Kartograph und Universalgelehrte, eine der
bedeutendsten historischen Gestalten der Stadt, lebte von 1552 bis zu seinem
Tode in Duisburg und schuf hier seine bedeutendsten Werke.
Die
Mercator-Gesellschaft versteht sich seit über 50 Jahren als der
historische Verein für die Stadt Duisburg. Sie hat es sich zur Aufgabe
gemacht, die Geschichte der Stadt Duisburg und die Landesgeschichte des
rheinisch-westfälischen Raumes zu erforschen und zu verbreiten. Der Verein
will das Verständnis für die Vergangenheit wecken und vertiefen,
historisches Interesse bündeln und historisch Interessierte
zusammenführen, um gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels
historische Orientierung und Perspektive vermitteln.
Das Programm
bietet mehrmals pro Jahr begleitete Busfahrten als Tagesfahrten oder
Nachmittagsfahrten, die zu historischen Museen und Baudenkmälern,
historischen Orten und Stätten der Industriekultur führen, nicht
selten zu Zielen, die für Einzelpersonen nicht zugänglich sind. Vor
Ort wird, wenn möglich, eine wissenschaftlich qualifizierte Führung
angeboten.
Ebenfalls mehrmals im Jahr werden
allgemeinverständliche Fachvorträge zu stadt- und
landesgeschichtlichen Themen angeboten, in der Regel im Kultur- und
Stadthistorischen Museum.
Außerdem finden in
unregelmäßigen Abständen Stammtische statt, die
Kontakt und Kommunikation unter den Mitgliedern fördern. Die Treffen
finden an unterschiedlich ausgesuchten historischen Orten in Duisburg statt und
können mit einer Wanderung, Besichtigung oder einem Vortrag verbunden
sein.
Wichtig sind nicht zuletzt die Publikationen, die in
Verbindung mit dem Stadtarchiv herausgegeben werden. Von der wissenschaftlichen
Schriftenreihe Duisburger Forschungen erscheint jährlich mindestens
ein Band, meist im Umfang von 300 bis 500 Seiten. Es sind entweder Monographien
oder Sammelbände mit Aufsätzen zu den verschiedensten Aspekten der
Duisburger Stadtgeschichte sowie Besprechungen zu aktueller stadt- und
landesgeschichtlicher Literatur. Mit weit über 50 Bänden bildet die
Reihe ein umfangreiches und stetig wachsendes Sammelwerk zur Stadtgeschichte.
Neuerscheinungen erhalten die Mitglieder kostenfrei, viele ältere
Bände können noch bei der Mercator-Gesellschaft zu reduzierten
Preisen erworben werden.
In unregelmäßigen Abständen
erscheinen ebenfalls in Verbindung mit dem Stadtarchiv die Duisburger
Geschichtsquellen, in denen Editionen von historischen Quellen oder
quellenkundliche Werke publiziert werden. Etwa die beiden Bände 9 und 11
zum Duisburger Urkundenbuch, die alle auf die Stadt bezogenen Urkunden bis zum
Jahr 1400 verzeichnen oder die für Familienforscher wichtige
Zusammenstellung der familienkundlichen Quellen im Stadtarchiv als Band
12.
Die Mercator-Gesellschaft unterstützt aber auch andere
stadthistorische Projekte, z. B. die Mercator-Symposien der Universität
Duisburg/Essen, eine Reproduktion der berühmten Mercator-Weltkarte von
1569 oder die interaktive CD-ROM-Ausgabe des ältesten Duisburger
Stadtplanes (1566) von Johannes Corputius, einem Schüler Gerhard
Mercators. |